Der japanische Begriff  BUDO (wörtlich - Weg des Kriegers) ist der Oberbegriff für alle japanischen Kampfkünste und beinhaltet neben den äußeren Kampftechniken auch die innere Lehre. So stellt das Studium von Kampfkünsten nicht nur das Erlernen technischer Abläufe dar, sondern ist vielmehr eine Persönlichkeitsschulung auf der Grundlage von Achtsamkeit, Geistesgegenwart, Wirtschaftlichkeit und sozialem Miteinander.

Budo besteht aus verschiedenen Kampfkünsten und Gesundheitsstile, für Menschen von 6 bis 99 Jahren.

Budo-Sportarten sind unter anderem Aikido, Karate/Taekwondo, Judo, Goshin-Jitsu/Ju-Jitsu.

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護身術

, go - Verteidigung, Schutz

, shin – Körper

, Jitsu (Jutsu) - Technik, Griff, Kunst, List

Wörtlich also: "Schutz/Verteidigung des Körpers". "goshinjutsu" heißt also mehr oder weniger wörtlich: "Kunst(Fertigkeit) zur Verteidigung (oder: zum Schutz) des Körpers"

Verkürzt: Moderne Selbstverteidigung

In Japan ist der Begriff Jiu-Jitsu, Ju-Jitsu oder Ju-Jutsu (im japanischen haben diese Begriffe dieselbe Bedeutung alle drei Begriffe haben das selbe Schriftzeichen) heute kaum bekannt. Dort wird als moderne Budosportart Goshin-Jitsu betrieben. Goshin-Jitsu ist eine moderne Form des Ju-Jitsu und wird auf Grundlagen der modernen Budosportarten wie Aikido, Judo, Karate/Taekwondo usw. betrieben. Diese Sportarten wurden Mitte des vorigen Jahrhunderts revolutioniert und in die heutige Form gebracht, wobei sich die jeweiligen Gründer oder Erneuerer gegenseitig kannten und beeinflussten.

Der Erste war Jigoro Kano, der das Kyu-System einführte, das von den Übrigen übernommen werde. Die Farben gelb bis braun wurden übrigens von Mikonosuke Kawaishi einen in Europe lehrenden Japaner eingeführt, dieses System wird inzwischen in großen Teilen der Budowelt angenommen.

Prinzip und Technik

Die geistig-philosophische Seite ist genauso Teil der Sanften Kunst wie der technische Aspekt, wobei die traditionelle Seite der Kampfkunst mit der modernen Hand in Hand geht. Traditionelle Elemente - wie die Verbeugung und die Übung in Kata - stellen genauso wie fortschrittliche Elemente - zum Beispiel Gürtelgrade entsprechend der Beherrschung der Kampfkunst und Wettkämpfe - ein Teil des Gesamtsystems Goshin Jitsu dar. (Einige Schulen lehnen Wettkämpfe ab, da dafür eine starke Einschränkung der Möglichkeiten des Goshin Jitsu notwendig ist, um Verletzungen im Wettkampf zu vermeiden.) Innerhalb des modernen Systems Goshin Jitsu erlernt ein Schüler zunächst Kihon (jap. Grundschule), bestehend aus Schlag- und Stoßtechniken sowie Tritt- und Beintechniken, und auch die Fallschule als Voraussetzung für ein verletzungsarmes Training. Weiter wird die Anwendung von Würfen, Hebeln und Festlegetechniken sowie die waffenlose Verteidigung gegen alltägliche Angriffe (wie beispielsweise gegen Würgen, Handgelenk- und Kragenfassen, Schlag-, Tritt- und Waffenangriffe, etc.) und Bodenkampf unterrichtet. Auch die allgemeine Fitness wird durch intensives Ausdauer- und Krafttraining am Anfang jedes Trainings gefördert.

Kodex und Regeln

Während das traditionelle Jiu-Jitsu eine Jahrhunderte alte Geschichte hat, wird bei den modernen Formen wie Goshin-Jitsu auf Grundtechniken der modernisierten Budosportarten wie Aikido, Judo, Karate bzw. Taekwondo usw. zurückgegriffen. Wobei hier die Einschränkungen durch die Kampfregeln wegfallen. Zum Beispiel muss ein Mae-geri bzw. ein Ap chagi also ein Fuß-Stoß oder Tritt nach vorn nicht unbedingt über der Gürtellinie treffen, im Gegenteil, die Wirkung unterhalb der Gürtellinie ist wesendlich effektiver. Bei einer "Großen Außensichel" also ein "O-soto-gari" bzw. "O-soto-otoshi" kann zum Gleichgewicht brechen der Kopf mitgenommen werden - frei nach der alten Weisheit, "wo der Kopf hingeht, geht auch der Rest hin".

Beim zweiten Teil, der Abwehr von Angriffen, ist vor allem auf den Selbstschutz zu achten. Dabei ist dem Angriff nach Möglichkeit auszuweichen um sich in eine günstige, den Angreifer in eine ungünstige Position zu bringen. Kraft gegen Kraft Aktionen sollen nicht gewertet werden. Äußere oder Diagonal Eingänge sind vorzuziehen. Als Abschluss einer Abwehr sollte eineFestlege- oder Aufhebtechnik bzw. ein Komm - mit - Griff angesetzt werden.

Waffenangriffe sind nach ihrer Gefährlichkeit zu staffeln. Zum Gelbgurt können durchaus Stockangriffe abgewehrt werden (Stock- und Schlagangriffe sind sehr ähnlich). Messerangriffen sind sehr gefährlich und werden deshalb erst zum 4. Kyu geprüft, auf die Gefährlichkeit ist hinzuweisen.

Revolverangriffe sind noch gefährlicher und werden erst ab den 3. Kyu geprüft.

Grundsätzlich wird versucht den Angreifer zu entwaffnen, die Waffe an sich zu bringen und sicherzustellen. Abwehr freiangreifender Gegner entspricht dem Randori im Judo - ist also Trainingskampf.

Bei der Ausführung am Partner ist rücksichtsvolles Verhalten Voraussetzung. Atemitechniken werden ohne Kontakt ausgeführt (Maximal Leichtkontakt) bei einer Rötung der Haut war der Schlag zu stark. Hebel sind gefühlvoll auszuführen, schnell ansetzen und langsam ziehen. Es ist ein Gefühl für die Wirksamkeit der unterschiedlichen Hebel zu entwickeln. Zum Schutz bei Würfen ist intensives Fallschultraining wichtig.

Dojo-Etikette

Für Goshin-Jitsuka gelten - genau wie für andere Budoka auch - Höflichkeitsregeln und Regeln für Übung der Kampfkünste, die einerseits den groben Ablauf und andererseits bestimmte Details des Trainings festlegen. So ist es z. B. üblich, vor Betreten und Verlassen der Übungshalle (jap. Dojo), am Eingang das Shomen des Dojo und die darin Versammelten mit einer Verbeugung im Stand (Ritsurei) zu begrüßen. Auch beginnt und endet jedes Training, jede Übung und jede Kata mit einem Gruß (jap. Rei). Der Beginn und das Ende jedes Goshin-Jitsu-Trainings werden mit einer gemeinsamen Grußzeremonie und kurzer Meditation (jap. Mokusö) begangen. Schüler und Meister verneigen sich in Respekt - nicht in Demut - vor einander und den alten Meistern (im Geiste, repräsentiert an der Stirnseite, dem Shörnen des Dojo), lösen sich während der Meditation gedanklich von der Alltagsroutine und bereiten sich auf das Training vor. 

 

Wir sind Mitglied im

  • Goshin-Jitsu-Verband Bayern
  • Ju-Jutsu-Verband Bayern e.V.
  • und im Deutschen Dan Kollegium e.V.

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Dan Kollegium e.V. (DDK) und dem Ju-Jutsu-Verband Bayern haben unsere Mitglieder die Möglichkeit, auch Einblicke in andere Kampfkünste (z.B. Judo, Karate, Aikido, Tae-Kwon-Do, Ju-Jutsu, Kyudo) zu bekommen.

 Unsere Werte:

  • Fairness
  • Spaß
  • gegenseitiger Respekt
  • gegenseitige Rücksichtnahme
  • Gemeinschaftsgefühl
  • persönliche Atmosphäre

 

"Risiken und Nebenwirkungen"

Goshin-Jitsu = Moderne Selbstverteidigung

Das Verletzungsrisiko beim Goshin-Jitsu ist generell sehr gering. Dies ist begründet im

  • umfassendes Erwärmen und Dehnen
  • Erlernen von Falltechniken zur Vermeidung von Sturzverletzungen
  • Verzicht auf Goshin-Jitsu – Wettkampf

Die Aktiven reichen bei uns vom Grundschüler bis hin zum Ruheständler. Einige davon haben auch noch im Alter von 40+ mit Budo begonnen.

Goshin-Jitsu stärkt Körpergefühl und Sozialkompetenz gleichermaßen. Zudem fördert Goshin-Jitsu eine gesunde Entwicklung des Haltungs- und Bewegungsapparates nicht nur bei Kindern und Jugendlichen. Budo bildet den Charakter und Disziplin und kann außerdem Verletzungen vorbeugen.

 

Weitere Vorteile des Goshin-Jitsu-Sports sind die Steigerung von:

  • Konzentrationsfähigkeit
  • Koordination
  • Körper- und Bewegungsgefühl
  • Selbstvertrauen
  • Konfliktbewältigung
  • Abbau von Aggressionen

 

Wenn Du gerne mit netten Leuten zusammen trainieren möchtest, komme doch ganz unverbindlich vorbei...

Mitglieder des TUSPO Heroldsberg sind ja bereits Mitglied im Verein und können beitragsfrei mit trainieren.

Wir trainieren in der Gründlachhalle Heroldsberg, Schustergasse 5 in 90562 Heroldsberg.

 

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Der Tuspo Heroldsberg dankt seinen Sponsoren für die Unterstützung... smile